In spielentscheidenden Situationen fehlt die Konsequenz

Herr Hoßmang, sind Sie zufrieden mit der Hinrunde?

Mit dem Verlauf der Vorrunde können wir absolut nicht zufrieden sein. Wir sind mit drei Siegen hintereinander überraschend gut in die Saison gestartet. Im Sachsenpokal konnte die Mannschaft mit Teamwork überzeugen und erreichte die 3. Runde. An diese Leistungen konnten wir in den Punktspielen danach leider nicht mehr anknüpfen. Wir haben unnötigerweise Spiele abgeschenkt. Die Auswärtspartien in Bad Muskau (1:5), Laubegast (1:4), Striesen (0:4) und auch Oderwitz (3:4) waren einfach nur schwach. Das müssen wir uns ankreiden. Im letzten Drittel zeigten wir uns insgesamt stabiler, ohne aber die entsprechenden Ergebnisse zu erzielen. In spielentscheidenden Situationen fehlte die letzte Konsequenz, Tore zu verhindern oder auch Tore zu erzielen.

Was waren aus Ihrer Sicht die Höhepunkte?

Das Abschneiden im Sachsenpokal stellte sicherlich nicht nur für meine Spieler, sondern für den gesamten Verein einen absoluten Höhepunkt dar. Meine Mannschaft konnte mit Bad Muskau (4:1) und Possendorf (13:12 nach Elfmeter) zwei etablierte Landesklasseteams ausschalten und verlangte danach dem Viertligisten Chemie Leipzig (1:3) alles ab. Dabei zeigten sie vor knapp 1 000 Zuschauern die wohl beste Saisonleistung. Das erlebt so ein kleiner Verein wie wir es sind nicht alle Tage.

Was war zudem positiv? Und was hat Ihnen nicht gefallen?

Andreas Kober überzeugte auch eine Liga höher in seiner Rolle als Torjäger und spielender Stürmer. Seine sportliche Wertigkeit ist nicht nur aufgrund seiner Treffer unumstritten. Die verletzungsbedingten und langwierigen Ausfälle wichtiger Spieler wie Franke, Pohl, Geso, Helm und auch Döhl haben uns natürlich wehgetan.

Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie aus der Entwicklung der Hinrunde?

Es war uns vorher klar, dass wir in dieser Liga nur eine Chance haben werden, wenn wir Woche für Woche komplett unser Leistungsvermögen abrufen. Das haben wir zu selten als Mannschaft geschafft. Dort müssen wir aber hinkommen. Dazu gehört auch, 90 Minuten lang die Konzentration und Aufmerksamkeit hochzuhalten und die absolute Bereitschaft zum Training und Wettkampf mitzubringen. Insgesamt gilt es aus allen Mannschaftsteilen mehr Torgefahr zu entwickeln und unser Defensivverhalten – gerade bei Standardsituationen – zu verbessern.

Wer waren die Stützen der Mannschaft und was erhoffen Sie sich von ihnen?

Andreas Kober, René Guroll, Hubertus Zschorlich, Tony Bach, Falk Weichert und Denny Görner zählen zu den Stützen. Von allen wünsche ich mir, dass sie noch mehr als Führungsspieler auftreten, sprechen und organisieren. Das ist im Fußball unheimlich wichtig. Davon können dann unsere jungen Spieler wie Sebastian Müller, Eric Lischke, Robin Marquardt und Fabian Robel nur profitieren.

Wie heißt die Zielstellung für die Rückrunde bis zum Saisonende?

Wir wollen konstant gute Leistungen erreichen, in jedem Spiel für unsere Gegner eine richtig schwere Konkurrenz sein und dabei die notwendigen Punkte für den Ligaverbleib einfahren. Dieses Ziel steht über allem.

Mit Stefan Hoßmang sprach Werner Müller

Vorbereitungsspiele

20.01. Radeberger SV, 28.01. Holtendorfer SV, 03.02. VfB Weißwasser, 10.02. Empor Possendorf, 16.02.18 1. FC Magdeburg (U19) und 24.02. FC Oberlausitz II.

Hallenturniere

06.01. Lübbenau, 13.01. RB-Cup in Kamenz und Nestler-Cup in Sohland, 20.01. Turnier des FSV Lauta in Hosena

 

 

Quelle: Sächsische Zeitung

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