Mi. Sep 22nd, 2021

SVZ
Der SVZeißig bestraft Pulsnitz bitter und trauert gerade darum dem Hinspiel nach.

Das Hinspiel hatte Zeißig 1:3 verloren. Im Stadionheft „steilpass“ wurde orakelt, dass unterm Strich genau das die drei verlorenen Zähler gewesen sein könnten, die den SVZ die Meisterschaft und damit ein Abschiedsgeschenk für den nach fünf Jahren scheidenden Trainer Erhard „General“ Weichert gekostet haben könnten. Was soll man sagen: Genau so war es. Großpostwitz-Kirschau, das bereits als Champion feststand, kam daheim gegen Nebelschütz über 1:1 nicht hinaus, ging mit 60Punkten als Erster durchs Ziel, und Zeißig hatte nach der Pulsnitz-Partie 58 Punkte.

Anfangs rieben sich die 85 zahlenden Zuschauer im Sportpark am Schwarzwasser die Augen: Wollte denn ihr SVZ den Tag komplett in Trauer tauchen?, Trainer-Abschied und Heimpleite? Jan Richter (7.) und Tobias Stirner (16.) brachten Pulsnitz 2:0 in Führung. Was war das denn? Doch wenigstens auf Andreas Kober, der im Fernduell um die Torjägerkanone mit dem Schwepnitzer Maik Bürger stand, war Verlass. Er traf in der 23.Minute zum Zeißiger 1:2. Kevin Gaede (24.) machte den Doppelschlag zum 2:2-Ausgleich perfekt. Dann meldete Schwepnitz drei Bürger-Treffer in einer Viertelstunde. Da Grün-Weiß den Letzten, KamenzII, zu Gast hatte, stand zu fürchten: Es würden nicht die letzten sein… Nur gut, dass „El Galactico“, „Cristiano“, „Kobylanski“, „Kobi“, also Andreas Kober, kühl bis ans Herz blieb. Sein 3:2 in der 42.Minute und Denny Görners 4:2 (45.), stellte die Weichen in Richtung Solo- und Heimsieg. Rostam Geso (5:2/ 60.) beseitigte alle Zweifel an letzterem, und als Kober seinen dritten Treffer zum 6:2 (66.) erzielte, war auch der Scharfschützenpokal vergeben. Tom Tschierskes 7:2 (88.) Gewaltschuss unter die Latte war der Schlusspunkt. Es war die beste Saison, die eine Zeißiger Elf je spielte. Wäre da nicht das Hinspiel in Pulsnitz gewesen – sie hätte eine perfekte sein können.

Quelle: Sächsische Zeitung

SVZ: Zschorlich – Tschierske, Heinecke, Döhl, Franke – Bach (77.Lange), Gaede, Görner (46.Helling), Kober – Geso, Nusa (46.Schumacher)

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