Mi. Sep 22nd, 2021

1995

Am 21.06.2014 endete in Zeißig fraglos eine Ära. Trainer Erhard „General“ Weichert hat sich den Ruhestand ausbedungen. Ob es dabei wirklich für immer und ewig bleibt, sei mal dahingestellt – auf jedem Fall gilt ihm ein ganz großes Dankeschön. Denn der Erfolg des Zeißiger Fußballs ist sportlich ganz fraglos mit seinem Namen verbunden wie mit kaum einem anderen. Auch dass unsere Nachwuchs-Abteilung heute einen Umfang und eine Qualität hat, an die noch vor wenigen Jahren nicht zu denken war, ist zweifellos sein Verdienst. Vor 42 Jahren, 1972, begann Erhard Weichert als Sechsjähriger bei der BSG Aktivist Schwarze Pumpe das Fußball-ABC zu erlernen – bei Trainer Kalle Kniep . Bei den Gelb-Schwarzen blieb er acht Jahre, ehe er 1980 zu Aufbau Hoyerswerda (vorher und jetzt wieder 1919) wechselte, von den B-, über die A-Junioren ins Männer-Team hineinwuchs und dort schließlich sieben Jahre lang der Kapitän der dortigen „Ersten“ war. Zu den größten Erfolgen zählte der mehrmalige Aufstieg von Aufbau, später wieder 1919, in die Bezirksliga – und auch ein Hoyerswerdaer Supercup. 1996, als Erhard Weichert das 30. Lebensjahr erreichte, beendete er seine aktive Laufbahn und widmete sich Trainer-Aufgaben bei 1919: A-Junioren, C-Junioren, 1. Männermannschaft. 2008 verordnete er sich ein Jahr Pause, ehe er sich 2009 für zunächst drei Jahre UNS verpflichtete – dem SV Zeißig. Mit ihm als Cheftrainer gelang der Aufstieg der 1. Mannschaft in die Kreisoberliga und 2. Mannschaft in die Kreisliga. Ursprünglich hatte sich Erhard Weichert für drei Jahr in Zeißig verpflichten lassen. Dass es sportlich nicht bis in die Bezirksliga ging, mag man bedauern – aber das der SV Zeißig in der kommenden Saison (gemeinsam mit dem HSV 1919) Hoyerswerdas „ranghöchster“ Fußballverein sein würde, hätte zu Erhard Weichers Dienstantritt niemand vorherzusagen gewagt. „Fünf Jahre SV Zeißig waren eine sehr schöne Zeit, die ich nicht vergessen werde. Bei allen, die mich in dieser Zeit auf mein Weg begleitet und mich unterstützt haben möchte ich mich ganz herzlich bedanken“, so Erhard Weichert. Besonders gilt das für seine Frau Martina, die seit 30 Jahren an seiner Seite ist: „Immer hat sie mir den Rücken freigehalten und viel Verständnis für meine Tätigkeit beim Fußball aufgebracht, ob als Spieler oder als Trainer. Ohne diese Rückendeckung wäre das Engagement beim Fußball gar nicht möglich gewesen.“ Erhard Weicherts „Erbe“ tritt nun Andreas Schultz an – auch er ein erfahrener Kämpe als Spieler und Trainer; zuletzt beim Königswarthaer SV. Wir sagen „Herzlich willkommen“ und sind sicher, dass der „General“, wenngleich nun „a. D.“ noch so manchen Sieg seiner einstigen Mannschaft zu sehen bekommt, deren alters- und personalmäßigen Umbruch er selbst noch mit in die Wege geleitet hat.

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