Mi. Sep 22nd, 2021

Erhard

Inzwischen ist es kein Geheimnis mehr: Der Trainer der ersten Männermannschaft des SV Zeißig Erhard „General“ Weichert beendet seine Tätigkeit als Coach des Vereins. Aus diesem Anlass wollen wir sein Schaffen Revue passieren lassen: 2009 bernahm der „General“ das Traineramt. Von da an formte er kontinuierlich eine solide Mannschaft. Er führte sehr abwechslungsreiche Trainingseinheiten ein, die über Kondition, Technik bis hin zur Taktikschulung alles abdeckten. Der sportliche Ehrgeiz in jeder Faser seines Körpers, den er auch immerzu unablässig versuchte, seinen Spielern zu vermitteln, war dabei stets seh-, hör- und spürbar. Wenn seine Schützlinge wegen einer Niederlage die Köpfe hängen ließen, wusste er sie im Kollektiv wie auch in Einzelgesprächen wieder aufzubauen. Auch wenn es erforderlich war, nach einem deutlichen Sieg einige Spieler vor dem Abheben zu bewahren, fand er die richtigen Worte. Von Vorteil war dabei sicherlich sein durchsetzungsstarkes Organ, wenn etwas mal nicht nach seinen Vorstellungen lief. In so mancher Halbzeit- oder Trainingsansprache wackelten noch am Folgetag die Wände in der Umkleidekabine. So impulsiv dies manchmal auch wirkte, die Worte waren immer durchdacht und fanden meist die gewünschte Wirkung beim Empfänger. Coach Weichert stellte seine Truppe auf jeden Gegner gezielt ein und zusammen. Ganz ohne Notizbuch konnte er jede Mannschaft individuell analysieren und seinen Kickern Schwachstellen und Schlüsselspieler benennen. Zu nahezu jeder Trainingseinheit erschien er als Erster auf dem Trainingsgelände und verließ dieses als Letzter. Besonders wichtig war ihm der Zusammenhalt im Team, auch zwischen erster und zweiter Mannschaft. Deshalb organisierte er des Öfteren außertrainingsplanmäßige Veranstaltungen (Kegeln, Fußballgolf, Abschlussfahrten etc.), die maßgeblich zum Zusammenschweißen der Mannschaft(en) beitrugen. Ein weiterer Verdienst des „Generals“ war es, dass den Spielern inzwischen vor Heimspielen vielseitige Verpflegung und Physiotherapeuten, die sich um individuelle „Wehwehchen“ kümmern, zur Verfügung stehen. Sogar um Sponsoren kümmerte sich Weichert und wenn die eine oder andere Verstärkung für den Kader in Aussicht stand, kümmerte er sich auch darum. Er war auch maßgeblich am bisher größten Vereinserfolg beteiligt: dem Aufstieg in die Kreisoberliga in der Saison 2010/2011. Der SV Zeißig avancierte im Zuge dessen vom kleinen „Vorortverein“ zu einem auch überregional spielenden. Auch wenn die Konkurrenz in der Kreisoberliga in der ersten Spielzeit vielleicht noch fragte: „SV wer?!“, hat sich inzwischen herumgesprochen, dass mit den „Schwarzwasseranern“ zu rechnen ist. Wer weiß, ob der „General“ nicht sogar noch den Aufstieg in die Bezirksliga mit seiner Truppe erreichen hätte können. Das Potenzial dazu hat er seiner Truppe jedenfalls eingeimpft. Natürlich wird auch der neue Trainer beim SV Zeißig Anschluss und den Draht zur Mannschaft finden, nur lässt sich nicht verleugnen, dass die Fußstapfen, die gefüllt werden wollen, keine kleinen sind. Zusammenfassend bleibt nur zu garantieren, dass das, was Erhard Weichert für den Verein geleistet hat, wohl so schnell nicht vergessen wird – Danke General!

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