So. Sep 26th, 2021

Am Anfang der Saison 2012/13 stand die erste Mannschaft der Kicker vom Schwarzwasser vor einer schwierigen Aufgabe: Mit 54 Punkten und Platz 3 nach dem ersten Jahr Kreisoberliga (ehemals: Bezirksklasse) in der Vereinsgeschichte setzte man sich selbst einen hohen Maßstab für die nächste Spielzeit. Entsprechend groß waren dann natürlich Erwartungen von Verantwortlichen, Fans und den Spielern selbst. Im Hinblick darauf, dass man nun nicht mehr als Liganeuling unterschätzt wird, sondern als Vorjahresdritter schon eine andere Grundeinstellung beim Gegner hervorruft, waren diese Erwartungen auch nicht leicht zu erfüllen. Hinzu kam außerdem, dass die Zeißiger einige personelle Abgänge verkraften mussten. Zu der Mannschaft stießen zwar neue junge talentierte Spieler, doch musste mit diesen selbstverständlich erst ein funktionierendes und miteinander spielendes Team gebildet werden. Aber dafür hat man ja in Zeißig den Trainerstab um „General“ Weichert, der seinen Jungs im Training wie im Spiel das nötige Feuer „einhaucht“. So erhalten die Spieler Teamgeist, Ehrgeiz und taktische Vorgaben für jedes Spiel. Von Vorteil war es freilich auch, dass die neuen Spieler schnell Zugang zu ihren Mannschaftskameraden fanden und von Beginn an ein gutes Klima im Team vorzufinden war. So konnte man – nicht zuletzt auch wegen einer eifrigen Saisonvorbereitung – von Saisonauftakt an eine starke Truppe auf den Platz bringen. Es war in den ersten Partien zwar zu erkennen, dass die Findungsphase noch nicht gänzlich abgeschlossen ist und die Spieler sich noch weiter „einspielen“ müssen, doch war deutlich, dass der SVZ sich nicht auf die hinteren Ränge durchreichen lassen wird.

Eine konstante Leistung über viele Spiele hinweg lässt sich aber nur durch einen breiten Kader gewährleisten. An dieser Stelle ist die Einsatzbereitschaft der Spieler der zweiten Mannschaft hervorzuheben. Zum einen erspielten sie in der Kreisliga einen soliden 9. Tabellenplatz. Zum anderen rückten oftmals Spieler in die erste Mannschaft auf, um diese zu verstärken, wenn die Personaldecke etwas dünner wurde. Oft setzten sich auch Spieler der „Zweetn“ am Samstag „für den Notfall“ auf die Bank der „Erstn“, um dann am Sonntag wieder zum Spiel zu erscheinen. Aus Gesprächen mit anderen Vereinen erfährt man, dass dies nicht dem Standard entspricht und schon außergewöhnlich ist.

Vor den letzten Spieltagen ließ der Trainer durchblicken, dass er wegen der zahlreichen personellen Veränderungen in der ersten Mannschaft selbst mit 10 Punkten weniger zum Saisonende im Vergleich zur Vorsaison – also mit 44 Zählern – gerechnet hat. Diese Prognose haben die Zeißiger letztlich mit den errungenen 50 Punkten getoppt und haben nicht nur bewiesen, dass sie auch fortgesetzt das Kreisoberliga-Niveau halten können, sondern auch dass sie sogar wieder in den oberen Rängen mitspielen können.

Wieder konnte ein guter dritter Tabellenplatz erreicht werden und auch die Torjägerkrone geht dank Andreas Kober (23 Tore) nach Zeißig.

Sich auf dem Erreichten ewig auszuruhen, kommt für den SV jedoch nicht in Frage. Wegen des Nachholspiels am 29.06.2013 und dem damit verbundenen späten Saisonende, fällt die Sommerpause für die Zeißiger Kicker sehr kurz aus. Genau gesagt sind es nur zwei Wochen bis es in die Vorbereitung für die kommende Saison geht. So manchem graut es da schon wieder vor den endlosen Sprinteinheiten am Zeißiger Rodelberg. Aber wenn man auch das dritte Jahr in der Kreisoberliga erfolgreich bestreiten will, muss man eben auch ab und an etwas Schweiß verkleckern…

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