Fr. Sep 24th, 2021

Heute geht der TAGEBLATT- Fußball-WM-Tipp in Runde2: Die Achtelfinals beginnen! Aber das wichtigste Spiel des Tages findet in Zeißig statt.

UDO-Lode

Väter begeistern ihre Söhne gern für das eigene Hobby. Doch dass beide in ein und derselben Mannschaft Leistungssport treiben, das ist selten. In Zeißig ist das so – aber nur noch bis heute 17 Uhr. Dann endet nach dem Abschied von Trainer Erhard „General“ Weichert eine weitere Ära: die von Udo Eberhardt (50) und seinem Sohn Denny Schäfer (23), die gemeinsam in der „Zweiten“ des SVZ spielten und die Kreisliga-Saison 2013/14 auf Platz 9 beendeten. Heute werden sie im Sportpark an der Spohlaer Straße das letzte Mal ein Zeißiger Trikot überstreifen: Um 15 Uhr wird das Abschiedsspiel für Udo Eberhardt angepfiffen – er tritt mit seinen Hoyerswerdaer Allstars gegen den SVZeißig an, und in Halbzeit 2 wird Udo die Seiten wechseln und noch einmal mit dem SVZ gegen die Allstars stürmen – an der Seite von Denny. Für den ist es auch ein Abschiedsspiel, denn er wechselt zur SpVggLohsa/ Weißkollm; zu den „alten Kollegen“, mit denen er einst das Fußballspielen erlernte. Mit der SpVgg wird er nächstes Jahr in den Sportpark zurückkehren – dann freilich als sportlicher Kontrahent der Hoyerswerdaer: „Das wird besonderen Spaß machen!“ Sehr zum Leidwesen von SVZ-II-Trainer Daniel Krasowski, der etwas unernst das Langzeit-Ziel ausgegeben hat, mit dem SVZII „über den Pokal in die europäischen Wettbewerbe und letztlich in die Champions League vorzustoßen“ und nur ungern auf das Duo verzichtet, das auf dem Platz Familienzusammenhalt demonstrierte. Familienzusammenhalt ist auch das Stichwort für die lange Karriere von Udo Eberhardt: „Ohne Simone (seine Lebensgefährtin, Dennys Mutter, d.A.) wäre es mir nie möglich gewesen, so lange Fußball spielen zu können.“ Da wird es sicher heute, falls Gelegenheit ist, eine besondere Tor-Widmung geben. Einigkeit beweisen Vater und Sohn auch in anderer fußballerischer Hinsicht: beide sind Fans des Hamburger Sportvereins (gegen den sie zu gern einmal gespielt hätten, wenn schon nicht bei den Hanseaten), und beide halten Belgien für den möglichen Fußballweltmeister. Diesen Tipp haben sie übrigens schon vor der ersten Partie der WM2014 abgegeben – und noch ist Belgien ja gut im Rennen. Wie das Spiel am Schwarzwasser ausgeht, darauf haben sie sich nicht festlegen mögen. Am besten selber hingehen – Fußball, Fernseh-WM hin oder her, ist live doch immer am schönsten. Und während es „Brasilien gegen Chile“ noch oft geben wird, gibt es dieses Vater-Sohn-Abschiedsspiel nur ein Mal. Das lassen sich Hoyerswerdas echte Fußballfans nicht entgehen! Spiel heute 15Uhr, Sportpark

Quelle: Sächsische Zeitung

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