So. Sep 26th, 2021

„Das war dann wohl einmal überhaupt nix!“ werden sich die Zeißiger nach der Pleite in Crostwitz gedacht haben. In der Tat war die Spielweise Zeißigs nicht mit der in den beiden Parteien zuvor zu vergleichen. Von Beginn an war die SG Crostwitz das klar bessere Team. Sie wirkte bissiger, entschlossener, aggressiver und hungriger auf den Sieg als der SVZ. Folgerichtig ging der Gastgeber dann auch bereits in der 11. Minute in Führung. Semanco kam in der Mitte des Platzes an der rechten Außenlinie in Ballbesitz und wurde auf dem Weg zum Tor fast überhaupt nicht gestört, man hätte auch von einem besseren Slalomlauf sprechen können als er 3-4 Zeißiger passierte. So kam er dann am Zeißiger 16er zum Schuss und netzte in die linke Torecke flach ein. Doch dann war es nicht einmal so, dass der Gegentreffer als Weckruf gewirkt hätte. Alles lief so weiter wie vor dem Tor der Gastgeber. Zwangsläufig folgte schon in der 17. Minute das 2:0. Sauer kopierte in etwa den Treffer zum 1:0, nur dass sein „Slalomlauf“ etwas kürzer ausfiel. Im Anschluss daran – auch über den Seitenwechsel hinaus – hatte man stets den Eindruck, dass Crostwitz dem nächsten Tor näher war als Zeißig dem Anschlusstreffer. Es lief einfach nichts zusammen für die „Schwarzwasseraner“. Es begann im schlampigen Zweikampfverhalten und endete bei Spielaufbaufehlern selbst bei einfachsten Pässen. Als Krönung des Nachmittags markierte Sauer nach einer Flanke aus dem Halbfeld per Kopf sogar noch das 3:0. Es kam einem so vor als sei der Schlusspfiff für Zeißig schon fast eine kleine Erlösung gewesen. Spaßvögel werden meinen: „Immerhin besteht die Zu-Null-Serie fort!“ – viel mehr als Galgenhumor lässt sich dem Spiel auch nicht entnehmen. Recht genau hat es nach der Partie SVZ-Kapitän Tony Bach auf den Punkt gebracht mit der Aussage: „Da standen halt heute einfach 11 Würste von uns auf dem Platz.“

Am kommenden Samstag kommt es in Zeißig um 17 Uhr zum Derby gegen Bergen. Bis dahin werden die Fehler aufgearbeitet sein und die Derbyatmosphäre wird sicher auch dazu beitragen, dass alle heiß auf das Spiel sind. Bei den Zeißigern steckt außerdem genügend Potenzial in der Truppe, eine Niederlage wegzustecken und um an Stelle einer Wurst wieder als richtig guter Kicker auf den Platz zu gehen.

 

SVZ: Zschorlich – Franke (65.min Pieprz); Döhl; Nusa; Tschierske – Guroll; Bach; Görner; Schumacher – Geso; Kober

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