Di. Sep 21st, 2021

Stefan Hoßmang, Trainer des Fußball-Kreisoberligisten SV Zeißig, sagt nach einer insgesamt enttäuschenden Saison, was besser werden muss.

SVZ

Der SV Zeißig wollte in dieser Kreisoberligasaison eigentlich ganz oben mitmischen. Schon im Herbst war klar, dass diese Zielstellung nicht zu erreichen ist. „Ein Glücksfall für uns ist, dass Stefan Hoßmang ab Januar die Mannschaft als Trainer übernahm“, sagt Präsident Frank Schmaler. Der 47-Jährige, der bis Ende letzter Saison Co-Trainer beim Regionalligisten Budissa Bautzen war, hatte zum Saisonabschlusss seine Ex-Mannschaft zu Gast, die am Freitag bei großer Hitze 5:0 gewann. Für die Gäste trafen Paul-Max Walther (15.), Toni Barnickel (36.), Martin Kolan (45.), Franz Pfanne und Christoph Klippel. Es war schön für die Jungs, sich mit einem Regionallisten zu messen, sagte Hoßmang, der im Gespräch auf die Saison zurückblickt:

Wie lief es nun für den SV Zeißig?

Ich kann erst die Zeit ab Januar bis zum Saisonschluss beurteilen. Die Mannschaft befand sich, als ich in Zeißig begann, in einer schwierigen Situation. Immerhin hatte sie bis Weihnachten aus den letzten sechs Spielen nur einen Punkt holen können, und blieb klar hinter den eigenen Erwartungen zurück. Die Ausbeute mit 27 Punkten aus 16 Spielen in der Rückrunde stellt zwar eine Verbesserung zur Vorrunde (20 Punkte) dar, dennoch können wir insgesamt nicht zufrieden sein. Trotz der Abgänge im letzten Sommer hat das Team immer noch Qualität, leider haben wir es nur phasenweise abrufen können und auch im Frühjahr völlig unnötig Punkte einfach liegengelassen. Ich denke da vorrangig an die Spiele in Rammenau, Hochkirch, aber auch zum Schluss in Gnaschwitz und Ralbitz. Es gab zu viele Niederlagen, die in ihrer Art und Weise so nicht gehen und absolut vermeidbar gewesen sind. Einzig und allein im Heimspiel gegen Königswartha haben wir gegen einen besseren Gegner verloren. Die Heimbilanz ist mit 19 Punkten aus acht Spielen (sechs Siege, ein Remis, eine Niederlage) sehr ordentlich. Auswärts dagegen gelangen uns nur mickrige acht Punkte. Das sagt schon alles aus und ist
völlig unzureichend. Uns ist es nicht gelungen, über einen längeren Zeitraum konstant Leistung und demzufolge die entsprechenden Ergebnisse abzuliefern. Das ist der Schlüssel für die kommende Spielzeit. Diese Konstanz zu erreichen. Nicht nur über zwei, drei Spiele, sondern über fünf, sechs Spiele und länger am Stück.

Welche Ursachen gab es dafür?

In erster Linie sind uns im Abwehrverhalten als Mannschaft zu einfache Fehler unterlaufen, die auch in der Liga gnadenlos bestraft werden. Das war in den verlorenen Spielen die Hauptursache. Die Gegner waren nicht besser oder haben uns an die Wand gespielt, wir haben es ihnen viel zu einfach gemacht. Es hat auch einige Zeit gedauert, bis wir die richtige Formation gefunden hatten. Gerade in der Innenverteidigung. Mit Tony Bach und Felix Döhl haben wir deutlich sicherer agiert. Die jungen Spieler wie Bruno Laser, Benjamin Müller und Robin Unruh sind natürlich auch nicht so konstant wie die Erfahrenen. Aber das ist kein Problem, sondern ein ganz normaler Prozess. Das müssen wir nun weiter entwickeln.

Wer sind denn nun die wichtigen Stützen?

Das gibt es schon einige. Ich möchte jetzt allerdings keinen öffentlich hervorheben. Für mich steht sowieso die Mannschaft immer im Vordergrund. Und diese Mannschaft hat viele gute Charaktere, lebt von ihrem tollen Zusammenhalt, den ich in dieser Form bisher kaum woanders erlebt habe.

Gibt es Abgänge?

Hubertus Zschorlich zieht es wegen der Liebe und der Arbeit nach Berlin. Das ist ein absoluter Verlust für die Mannschaft, denn mit ihm verlieren wir den wohl besten Keeper der Liga. Ein Typ, der uns fehlen wird. Er lebt diesen Sport, hat eine überragende Einstellung zum Training und Spiel und hinterlässt hier seine Spuren. Marco Helling wechselt zum LSV Bergen.

Gibt es Zugänge?

Christoffer Scharff vom FSV Lauta kommt als vielseitig einsetzbarer Spieler. Zudem sind wir mit vier, fünf Spielern im Gespräch. Erst wenn alles in Sack und Tüten ist, kann dann auch offiziell darüber gesprochen werden. In jedem Fall wird es Zugänge für jeden Mannschaftsteil geben.

Wie heißt die Zielstellung für die kommende Saison?

Wir wollen uns weiterentwickeln und verbessern, als Mannschaft und jeder Einzelne selbst. Gelingt uns dies, dann werden wir auch insgesamt eine bessere und erfolgreichere Rolle spielen. Wir wissen, von wo wir kommen, dass wir noch viel zu tun haben. Erfolg ist von vielen Dingen abhängig. Die konkrete Zielstellung werden wir mit dem Team besprechen und keine vollmundigen Sachen verkünden. Wohin das führt, hat der Verein erst jüngst erfahren müssen.

Trainingsauftakt für den SV Zeißig ist am 7. Juli

Einige Vorbereitungsspiele sind schon terminiert.

9.Juli, 15.00 Uhr SV Zeißig – LHV Hoyerswerda

17. Juli, 14.00 Uhr Borea Dresden – SV Zeißig A

23. Juli, 15.00 Uhr SG Crostwitz – SV Zeißig

30. Juli, 15.00 Uhr Eintracht Ortrand – SV Zeißig

3. August, 19.00 Uhr SV Zeißig – Radeberger SV

7. August, 14.00 Uhr VfB Weißwasser – SV Zeißig

Quelle: Sächsische Zeitung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.