Fr. Sep 24th, 2021

Nachdem das Hinspiel in Bischofswerda für den SVZ in einem 10:1 – Debakel endete, wollte dieser am vergangenen Samstag vor allem defensiv gut aufgestellt sein, um sich nicht erneut die Blöße zu geben. Dementsprechend zurückhaltend begann das Spiel in der Schwarzwasser-Arena: Zeißig wollte aus einer soliden Verteidigung heraus ins Spiel kommen, Bischofswerda war taktisch ähnlich eingestellt. So zwang man sich gegenseitig zu langen Bällen, weil auf beiden Seiten gut zugestellt wurde. Der Gastgeber hatte dabei etwas mehr Ballbesitz, der Spielaufbau stellte sich dennoch als schwieriges Unterfangen dar. Viele der langen Bälle fanden – zum Teil auch bedingt durch den böigen Wind – keinen Abnehmer. So blieb die erste Hälfte chancenarm und – wenn überhaupt – nur für Taktikfreunde sehenswert. Lediglich eine gute Chance von Holger Teßmann, der den Ball aus guter Schussposition im Schiebocker Strafraum nicht richtig traf und ein Freistoß von Tony Bach, der nur knapp das linke „Dreiangel“ überflog, sorgten für kurzes Aufraunen bei den 51 Zuschauern. In Halbzeit zwei setzte sich das taktisch geprägte Spiel der ersten Hälfte fort. Wieder wurden fast ausschließlich lange Bälle in die gegnerische Hälfte geschlagen, wieder ergaben sich daraus nur wenige Torraumszenen. Keines der beiden Teams wollte zu viel riskieren. In der 60. Minute dann ein Konterangriff der Gäste in den Rücken der Zeißiger Abwehr und Antonius Schkoda schiebt den Ball zum 0:1 ein. Und ein weiteres Mal muss der SV einem Rückstand „hinterherlaufen“. Doch man besann sich, spielte konzentriert weiter und fand auch allmählich ins Kurzpassspiel. Auch Chancen ergaben sich, nur wollte der Ausgleich nicht fallen. Es war zum verzweifeln. Dann noch einmal Freistoß von der Mittellinie und alles versammelte sich im Strafraum von Bischofswerda. Der Ball flog lange durch die Luft, eine Traube von Spielern fand sich am Landepunkt zusammen, mitten unter ihnen Andreas Kober, der den Ball direkt auf die Stirn bekam und zum überfälligen Ausgleich einköpfte. Die Erleichterung, dass sich die Bemühungen doch noch auszahlten, war deutlich zu spüren. Unmittelbar nach dem darauf folgenden Anstoß pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.

Das 1:1 macht das Hinspiel sicher nicht vergessen und kann nicht als gelungene Revenge bezeichnet werden, stellt aber – auch auf Grund der Entstehungsgeschichte und dem Tor in letzter Minute – doch zumindest eine kleine Wiedergutmachung dar.

 

 

SVZ: Mietschke – Tschierske; Döhl; Nusa; Jannack – Bach; Lange; Helling; Teßmann (62.min Walter); Petko – Kober

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