So. Sep 19th, 2021

Co-Trainer Rene „Murmel“ Nowotnick agierte am vergangenen Wochenende als Interimscoach an der Außenlinie, war doch der etatmäßige Trainer „Sir Krasse“ Krasowski urlaubsbedingt verhindert. Ihm zur Seite stand Zeißigs Veteran Holger „Olof“ Teßmann. „Olof“ wird noch in diesem Monat sein Comeback im Zeißiger Dress geben und schnupperte erstmals wieder Schwarzwasserluft im Diamanten der Lausitz, wenn auch zunächst nur als Mannschaftsbetreuer. Es sollten nervenaufreibende 90 Minuten werden, die auch seine Stimme überbeanspruchten. Mit einer Brandrede, die noch einmal die Stärken der Mannschaft betonte, wollte Coach „Murmel“ des Feuer in seinen Spielern entfachen. Viel hatte sich die Schwarzwasser-Elf vorgenommen. Ein Sieg musste her, um den freien Fall in der Tabelle zu stoppen. Bis auf Nuck, Kuhla und Schumacher konnte personell aus dem vollen geschöpft werden. Die Gäste aus Wittichenau hingegen reisten mit personellen Problemen an, sie mussten mit Spielern der Altherrenmannschaft auffüllen. Schon in der fünften Minute (5.) schockierten die gut sortierten Gäste den SVZ mit dem Führungstreffer. Zu allem Überfluss erhöhte Wittichenau durch einen Sonntagsschuss zwei Minuten später (7.) auf 0:2 aus Sicht der Gastgeber. Zeißig war danach bemüht, viele Stockfehler im Spielaufbau und eine hohe Fehlpassquote ließen jedoch den Erfolg zunächst ausbleiben. In der 23. Minute sorgte Döhl für den Anschlusstreffer und damit wieder für das nötige Selbstbewusstsein. Der SVZ stabilisierte sich in der Folge und kam auch zu weiteren Chancen, Wittichenau blieb durch Konter gefährlich. So ging es mit dem 1:2 Rückstand in die Kabinen. Nach dem Wiederanpfiff ließen sich die Gastgeber überrumpeln (47.), drei freistehende Wittichenauer im Rückraum konnten es sich aussuchen, einer netzte – keine Chance für Keeper Pickenbach. Nach der vermeintlichen Vorentscheidung schwanden auf beiden Seiten die Kräfte, wobei die Zeißiger nicht aufgaben und weiter das Wittichenauer Tor bespielten. In der 51. Minute bekam der SVZ nach einem Handspiel einen Strafstoß zugesprochen. Liebsch traf wie gewohnt sicher und verkürzte damit auf 2:3. Nur 6 Minuten später (58.) zog Lange nach einem schönen Spielzug aus spitzem Winkel trocken ab – der Ausgleich 3:3. Die Gastgeber wollten jetzt die drei Punkte und mobilisierten noch einmal alle Kraftreserven. In der 63. Minute wurde Lange im Strafraum niedergestreckt, den fälligen Strafstoss zimmerte Liebsch wuchtig zur 4:3 Führung die Maschen. Die Wittichenauer legten danach wieder ein Schippe drauf, sie wollten nicht ohne zählbares nach Hause fahren. In der 78. Minute musste mit Mattick der beste Wittichenauer verletzt vom Platz. Zeißig nutzte zwei weitere Chancen nicht, so glich Wittichenauer in 89. Minute fast per Kopf noch aus, der Ball segelte jedoch knapp über die Latte. Es bleib beim 4:3 Sieg die Hausherren. Fazit: Die Zeißiger Reserve gewinnt ein niveauarmes aber intensives und unterhaltsames Spiel am Ende glücklich gegen das Tabellenschlusslicht der Adler aus Wittichenau, die weiter um den Klassenerhalt bangen müssen. Nach einem 1:3 Rückstand noch einmal zurück zu kommen spricht zudem für die Mannschaft von „Sir Krasse“ Krasowski. In den drei verbleibenden Pflichtspielen vor der Sommerpause soll noch einmal alles abgerufen werden, um Platz 5 vielleicht doch noch zu erreichen.

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