Fr. Sep 24th, 2021

Am Tag der deutschen Einheit hieß es Pokalfight am Schwarzwasser. Der Gegner war kein geringerer als der Landesklasseabsteiger aus Königswartha. Die 1. Männermannschaft des SVZ konnte sich im Hinrundenspiel in Königswartha ein 1:0 erkämpfen, doch im Pokal trat nicht die reine 1. Mannschaft an. Es wurde eine Mischung aus der Ersten und der Zweiten. Nach den schwierigen zurückliegenden Wochen wollten die Kicker vom SV Zeißig endlich mal wieder ein Erfolgserlebnis verzeichnen. Dementsprechend wurde die Mannschaft vom Trainergespann Nowotnick/ Wüstenhagen emotional und taktisch auf dieses Spiel vorbereitet. Gleich zu Beginn des Spiels merkte man, dass Königswartha, die mit ihrer kompletten ersten Elf angerückt sind, eine Runde weiter kommen wollten. Gewohnt sicher gaben sich die Gäste im Aufbauspiel und hatten auch deutlich mehr Spielanteile. Die Gastgeber mussten sich erst einmal richtig zusammenfinden und man hatte Glück, dass die Gäste in dieser Phase keine Torabschlüsse zu verzeichnen hatte. Als aber der SVZ nach und nach ins Spiel kam, wurde es ein Pokalspiel auf Augenhöhe. Königswartha führte den Ball, aber durch starkes Pressing des Sturmduos Schumacher und Koar, konnten die Gäste nicht so leicht von hinten heraus spielen. Zudem gab es auf beiden Seiten immer wieder gute Bälle in die Spitze, denen aber, laut des Schiedsrichtergespanns, immer eine Abseitsposition zu Grunde lag. So ging es folgerichtig mit 0:0 in die Pause und alle Spieler aus Zeißig waren sich einig, dass eine Pokalsensation durchaus möglich ist. Engagiert und couragiert ging es dann also auch ohne Wechsel in die 2. Hälfte und diese begann furios. Ein schöner Lauf von Nico Helm über den linken Flügel, sein Abschluss findet den Pfosten und von da springt der Ball Koar an die Hand und ins Tor. Unter den Zuschauern gab es Jubelschreie, welche aber durch den Schiedsrichter verstummten, als dieser Koar die gelbe Karte zeigte und das Tor aberkannte. Trotzdem war der SVZ nun wach und dominant. So kam es immer wieder zu kleinen Fouls um den Spielfluss zu unterbrechen. Als dann in der 66. Spielminute ein schon mit Gelb vorbelasteter Spieler den quirligen und flinken Schumacher erneut von den Beinen holte, hieß es plötzlich 11 gegen 10. Darin sah das Trainergespann gute Möglichkeiten diesen Vorteil auszuspielen und es gab die ersten Wechsel. So durfte sich der extrem lauffreudige Koar eine Pause gönnen. In der 76. Minute durften die Zuschauer dann zum ersten Mal am heutigen Nachmittag berechtigt jubeln. Ein schöner Pass von Nuck in den linken Lauf zum präsenten Helm, welcher trocken vollendet. Die Freude und die Jubeltraube waren riesig auf Zeißiger Seite. Doch anstatt nun zu verwalten spielte man weiter nach vorne und kam nur 2 Minuten später zum nächsten Tor. Nuck beißt sich im Mittelfeld klasse durch, behauptet den Ball und spielt diesen überlegt in die Schnittstelle, wo der zuvor eingewechselte Kuhla wartet und den Ball souverän in die lange Ecke schieben kann. Nun war man sich am Schwarzwasser sicher, dass es für die Sensation reicht. Und so sollte es auch sein. Ein wirklich tolles Spiel mit viel Courage, Kampf und Leidenschaft, für die die Kicker in Grün am Ende belohnt wurden. Alle 16 Spieler im Kader plus die beiden Trainer haben vollen Einsatz und eine Leistung gezeigt auf der auf jeden Fall aufzubauen ist. Gerade nach den schwierigen letzten Woche eine tolle Antwort vom ganzen Verein.

 

SVZ: Zschorlich – Müller, Heinecke, Mitscherling, Helling (89.min Nikielewski) – Laser, Franke, Nuck, Helm – Schumacher (85.min Friedrich), Koar (75.min Kuhla)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.