So. Sep 19th, 2021

SVZ

Die rund 300 Zuschauer sahen zu Beginn einen offenen Schlagabtausch. Bereits nach 16 Minuten war es der umtriebige Patrick Scholz, der die Zeißiger Hintermannschaft in Schwierigkeiten brachte und den Ball zum mitlaufenden Tobias Passeck spielen konnte. Dieser traf aus spitzem Winkel zum 1:0 für Bergen. Von Zeißig kam im ersten Durchgang zu wenig. In der zweiten Halbzeit verpasste es Bergen, den Vorsprung auszubauen. Die Gäste hatten viel Ballbesitz und einige Torchancen durch Christoph Richter, Franz Rösner und Sebastian Schenk. Zeißig meldete sich nach gut einer Stunde mit einem Traumtor aus spitzem Winkel von Andreas Kober zurück (63.). Zeißig blieb gefährlich mit langen Bällen gegen aufgerückte Bergener, aber echte Torchancen gab es keine mehr. In der Nachspielzeit kam es zu einer strittigen Situation mit einer Entscheidung, die zwar regelkonform war, aber einen ganz bitteren Beigeschmack hatte: Ein Zweikampf im Bergener Strafraum wurde vom Schiedsrichter nicht als Foulspiel geahndet. Auch der Linienrichter, der einen sehr guten Blick auf die Szene hatte, zeigte seinem Chef kein Zeichen an. Also Einwurf, dachten auch die Zeißiger Spieler. Nun war aber der Zeißiger Trainer sofort zur Stelle und sprach mit dem Linienrichter. Nach zwei Minuten gab es zur Überraschung aller Elfmeter. Kober traf zum 2:1. „Eine bittere Niederlage mit einer Situation kurz vor Schluss, die so noch niemand gesehen hat und über die wir in ein paar Wochen hoffentlich schmunzeln können“, so der Bergener Christoph Richter. „Der Sieg für uns ist glücklich“, sagte SVZ-Trainer Stefan Hoßmang. „Wir haben in der ersten Halbzeit eine schwache Vorstellung gezeigt und überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden. Bergen führte verdient. Mit dem Treffer von Kobi zum Ausgleich waren wir im Spiel. Es war dann ein bis zum Schlusspfiff umkämpftes Match, das jedes Team hätte als Sieger sehen können. Die Möglichkeiten waren dazu auf beiden Seiten da. Der berechtigte Elfmeter entschied das Spiel zu unseren Gunsten. Dennoch müssen und werden wir dieses Ergebnis richtig einordnen“, so Hoßmang weiter.

Quelle: Sächsische Zeitung

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